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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Missbrauchsverdacht an Ruppichterother Grundschule

Von Nicolas Ottersbach | |   Blaulicht

Einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch gibt es an der Gemeinschaftsgrundschule Ruppichteroth. "Es handelt sich aber nicht um eine Misshandlung, sondern eine Belästigung", sagt Polizeisprecher Markus Grommes. Bereits am 18. Februar hatte das inzwischen 16-jährige Mädchen Anzeige erstattet. Mehrfach soll sie zwischen August 2000 und August 2001 von einer Lehrkraft belästigt worden sein. Bild: Symbolbild

An die Öffentlichkeit drang der Fall durch eine besorgte Mutter, die sich am Dienstag an den 'Rhein-Sieg Anzeiger' wandte. Demnach sei ihre Begründung, dass ähnliche Fälle der jüngsten Vergangenheit gezeigt haben, dass "eine öffentliche Darstellung und lückenlose Aufklärung unumgänglich" sei. 

Die Polizei steckt derzeit noch in den Ermittlungen. Einige Zeugen seien gehört, weitere folgen in den nächsten Tagen. Das Problem sei der lange Zeitraum, der zwischen dem Tatzeitpunkt und der Anzeige liege, so Grommes. "Wir müssen äußerst vorsichtig vorgehen, da Minderjährige in den Fall verwickelt sind." Auch wolle man die Lehrkraft schützen, falls sich die erhobenen Vorwürfe nicht bestätigten. Das habe es auch schon gegeben.

Die Schulleitung und Vertreter des Schulaufsichtsamtes trafen sich am Dienstag zu einem Gespräch. Die betroffene Lehrkraft wurde mit sofortiger Wirkung auf eine Verwaltungsstelle versetzt. Als der Verdachtsfall aufkam, kontaktierte die Schulleitung sofort die Schulbehörde. Man einigte sich darauf, die Lehrkraft als Schutzbefohlenen nicht mehr alleine mit den Kindern zu lassen, zu zweit wurde fortan der Unterricht geführt.

Bürgermeister Mario Loskill war erschüttert über die Nachricht. Die Gemeinde als Schulträger habe keine Kompetenzen einzugreifen. Das sei Sache der Schulleitung, des Schulamtes des Rhein-Sieg-Kreises und letztlich der Bezirksregierung Köln. "Der Fall muss nun schnellstmöglich aufgeklärt werden", sagt er.

Kommentare

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Torsten Versteeg  11.03.2010 20:16

Ist denn eine Belästigung weniger schlimm als eine Misshandlung? Leider häufen sich diese Fälle immer mehr und leider sind die Täter diejenigen, deren Beruf es ist, unsere Kinder zu unterrichten und bei deren Entwicklung entscheidend mitwirken. Wir geben unsere Kinder in deren Obhut und denken sie wären gut aufgehoben.

Und Dank der immer wachsenden Anzahl der Ganztagsschulen haben diese Menschen immer mehr Zeit dazu. Die Folgen solcher Taten für die Opfer und deren Angehörigen sind mit keiner angemessenen Strafe für den Täter wieder gutzumachen. Dieser Fall liegt 10 Jahre zurück! Gar nicht auszudenken, wieviele Opfer es evtl. noch gibt, wenn sich der Verdacht gegen diesen Lehrer bestätigt. Bestimmt wird sich nur ein Bruchteil der Opfer melden. Ausserdem müssen die Strafen für solche Vergehen wesentlich härter sein. Aber der Gesetzgeber sieht hier keinen Bedarf, es ist ja auch schliesslich kein Geld im Spiel. Traurig, aber wahr!


 

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