• RSS
  • Telegram
  • Twitter
  • Facebook

www.broeltal.de

Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Weniger Weihnachtsbeleuchtung, kälteres Bröltal-Bad

So spart Ruppichteroth in der Energiekrise

Von Nicolas Ottersbach | | Magazin

Die Gemeinde Ruppichteroth entwickelt einen Plan, um in den kommenden Monaten Energie zu sparen. Der Bürgerverein Ruppichteroth schaltet einen Teil seiner Weihnachsbeleuchtung ab. Die Döörper Weihnacht soll aber wie gewohnt stattfinden. Foto: Im Ruppichterother Oberdorf soll die Weihnachtsbeleuchtung wie gewohnt strahlen, gespart wird vor allem an der Brölstraße. [Nicolas Ottersbach]

Alle 19 Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis haben sich angesichts der Energiekrise dazu verpflichtet, Energie einzusparen. "Wir sind gerade dabei, einen genauen Plan dafür aufzustellen", sagt Ruppichteroths Bürgermeister Mario Loskill. Am aufwendigsten sei dabei die Straßenbeleuchtung. Sie gehört den Gemeindewerken Ruppichteroth, wird aber vom Westnetz gewartet. "Teilweise ist es gar nicht möglich, sie pro Laterne zu steuern", erklärt Loskill. Zudem spielten auch die Verkehrssicherheit sowie das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung eine Rolle. Deshalb habe man sich generell darauf geeinigt, in jedem Ort, auch wenn er abgelegen ist, mindestens eine Laterne die gesamte Nacht über leuchten zu lassen. Feststeht bislang, dass die Lampen eine Stunde früher ausgehen werden: Künftig werden sie nicht mehr um Mitternacht ausgeschaltet, sondern um 23 Uhr. Morgens werden sie weiterhin um 6 Uhr angeschaltet. Insgesamt gibt es in Ruppichteroth mehr als 900 Straßenlaternen.

Aktuell werden schon die Kirchen nicht mehr so angestrahlt, wie sonst üblich. Auch die Gemeinde Ruppichteroth reduziert die Außenbeleuchtung. An Weihnachten will Loskill dennoch Tradition bewahren: Es werde weiterhin einen Weihnachtsbaum mit Lichterkette vor dem Rathaus geben. LEDs und eine Zeitschaltuhr sollen Strom sparen.

Döörper Weihnacht wie gewohnt, aber mit weniger Beleuchtung

Ähnlich sieht es beim Bürgerverein Ruppichteroth aus, der für die Weihnachtsbeleuchtung in Ruppichteroth verantwortlich ist. "Wie bekannt ist, haben wir unsere komplette Weihnachtsbleuchtung bereits auf LED umgerüstet, sowohl die Schweife und Sterne als auch die Ketten in den zwei Bäumen am Kreisverkehr und am Brunnen im Oberdorf", sagt Vorsitzende Karin Argendorf. Vor der Umstellung lag der Verbrauch pro Stunde bei knapp 48 Kilowatt für die gesamte Beleuchtung, aktuell sind es nur noch vier Kilowatt. "Auch wenn das bereits eine stolze Einsparung ist, beteiligen auch wir uns an der Engeriesparkampagne des Rhein-Sieg-Kreises und reduzieren in diesem Jahr die Weihnachtsbeleuchtung um weitere 1500 Watt pro Stunde", so Argendorf. An der Brölstraße werde nur jede zweite Laterne mit einem Stern versehen und im Dorf selber die Schweife auf den historischen Ortskern reduziert. Im Prinzip dort, wo auch die Döörper Weihnacht am zweiten Adventswochenende stattfindet. Sie werde nach der Corona-Pause dieses Jahr wieder wie gewohnt die Besucher empfangen.

Warmbadetag bleibt vorerst, wenn auch kälter

Auch an vielen anderen Stellen will die Gemeinde Ruppichteroth auf Sparflamme fahren. So gibt es bereits Regelungen, die öffentlichen Gebäude weniger zu heizen. Im Bröltal-Bad werde laut Loskill das Wasser um ein Grad gesenkt, einen Warmbadetag gebe es aber dennoch. "Wir müssen ausprobieren, wie viel wir durch Reduzierung der Wassertemperatur einsparen können. Ob wir dann noch mehr senken, werden wir prüfen", sagt Loskill.

Viele Sanierungen gab es bereits

Zugute kommen der Gemeinde viele Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre. So wurde die Straßenbeleuchtung bereits vor langer Zeit größtenteils auf LED umgerüstet. "Zuletzt haben wir die Turnhalle an der Grundschule Ruppichteroth energetisch saniert", so Loskill. Auch das Bröltal-Bad hat bereits eine umfassende Sanierung erhalten, die Turnhalle in Winterscheid ist auf einem modernen Stand. Aktuell baut die Gemeinde die Bröltalhalle um, spätestens bis März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. "Bedarf haben wir noch in Turnhalle an der Grundschule in Schönenberg und im Rathaus."

Kommentare

  • Uwe Böhmer 14.09.2022 um 11:22

    Wer braucht unbedingt Weihnachtsbeleuchtung? Wann drauf verzichten wenn nicht jetzt?

    Hier müssen, die Kommune, Betreiber und die Veranstalter doch mal Entschlossenheit zeigen und nicht mal wieder so einen mixed Mist machen.

    • Christian 16.09.2022 um 18:15

      Es gibt genug Leute die sich gerade wegen dieser schweren Zeiten über die Weihnachtsbeleuchtung freuen. Man muss nicht auf alles verzichten um Solidarität zu zeigen.

Kommentar hinzufügen

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Die abgesendeten Daten werden zum Zweck der Veröffentlichung als Leser-Kommentar verarbeitet und gespeichert. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

* Diese Felder sind erforderlich.

ANZEIGEN
Helbing GmbH
Eymold GmbH
Gemeindewerke Ruppichteroth