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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Überholverbot und Tempo 70 auf B478 stellenweise aufgehoben

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Der Rhein-Sieg-Kreis hat das Tempolimit von 70 Stundenkilometern und das Überholverbot auf der B478 zwischen Hennef und Ruppichteroth stellenweise aufgehoben. Betroffen sind lange Geraden. Foto: Auf der B478 gilt stellenweise Tempo 100 [Nicolas Ottersbach]

Grundsätzlich bleibt Tempo 70 im Bröltal bestehen - allerdings nur auf den kurvigen Abschnitten. So darf man künftig auf den langen Geraden nahe Ahe, Büchel, Bröleck und Ingersau 100 fahren, zudem ist das Überholen wieder erlaubt.

Unfallzahlen kaum gesunken

Grund für die Einschränkungen waren die Unfallzahlen. Um sie zu senken, verordnete das Straßenverkehrsamt Ende 2016 für das gesamte Bröltal eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern und ein Überholverbot an. Nur landwirtschaftliche Fahrzeuge durften noch überholt werden. Laut der Behörde seien die Unfälle aber nicht wie gewünscht gesunken.

2016 gab es 27 (davon sieben mit Motorräder), 2017 insgesamt 28 (acht Motorräder), 2018 insgesamt 20 Unfälle (sechs Motorräder) und im ersten Halbjahr 2019 14 Unfälle, davon vier mit der Beteiligung von Motorrädern. Zudem sei die Akzeptanz des Überholverbots nicht gegeben, weiterhin hätte die Polizei nicht genügend Personal, um die Streckenabschnitte zu überwachen.

Kommentare

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Andre Ruff  11.01.2020 10:58

Die Energie und das Geld, die über Jahre in diese unsinnigen Verbote eingeflossen sind, soll jetzt sofort in eine Analyse und in Maßnahmen zur Stauvermeidung an der Allner Brücke und an der Donrather Kreuzung gesteckt werden. Da ist es dann sinnvoll, statt die ständigen Abgase und die langen Staus zu akzeptieren. In Donrath muss eine Fußgängerbrücke her! Die Fußgängerampel muss weg! Die anschließende große Kreuzung muss zeitgesteuert, morgens und abends, längere Grünphasen in der Verkehrsrichtung einräumen. Es müssen Lichtzeichen integriert werden, die zeigen wann die Ampeln auf grün springen um diese unendlichen "Gedenkpausen" zu eliminieren. Kontrollen der Polizei das es kein "ich lass mal mit Abstand rollen" mehr gibt. Das sind nur einige der Ideen die man an dieser Stelle zur Beschleunigung des Verkehrs wahrnehmen kann, es gibt bestimmt noch mehr. Fast dasselbe kann man in Aller anwenden. Hier müssen die Ampeln direkt hinter der Autobahn Richtung Hennef, morgens und abends in "Hauptrichtung längere Grünphasen ermöglichen. Die Auffahrt Richtung Siegburg muss durchgehend, bis auf die Autobahn, mit 2 Spuren ausgerüstet werden. Vor der Allner Brücke die Ampel endlich mal in Hauptverkehrsrichtung priorisieren. Langfristig ein Kreisverkehr? Baut endlich diese Brücke aus! Auch an dieser Kreuzung würden Leuchtzeichen, die das Schalten der Ampel anzeigen einen deutlichen Vorteil bringen. Schilder und Kontrollen für das Reisverschlussverfahren aus Richtung Allner, immer ein Fahrzeug im Wechsel. Auch dort gibt es viele Möglichkeiten. Die Pendler zahlen die Steuern, die Pendler sorgen für eine Belebung des Bröltals. Diese Gruppe darf nicht reglementiert werden, sondern muss gefördert werden. Diese Gruppe ist das Rückgrat des Bröltals und der umliegenden Gemeinden. Tut etwas für sie.


 
Patrick H.  11.01.2020 14:25

Sehr gut. Genau das muss dringend geschehen?


 
Ralf Strauf  11.01.2020 10:04

Ich bin von 2015 bis 2018 jeden Tag von Waldbröl nach Broscheid zur Arbeit gefahren. Ich habe dem Eindruck gehabt nach der Einführung, dass sich die Unfälle vervielfacht haben, denn wenn ich mich recht entsinne, waren es alleine 2016 in den ersten fünf Monaten nach Einführung 5 oder 6 gegenüber dem einen in 2015. Wie es geschrieben wird im Artikel, es wurde größtenteils ignoriert. Habe ich ebenfalls sehr häufig selbst erlebt.


 
Jörg Stommel  10.01.2020 21:09

Ich hatte mich im Oktober mit dem Wunsch nach Überprüfung der bestehenden Verbote bereits geäußert. Aufgrund der vielen Kommentare möchte ich folgendes ergänzen; Während der 2x täglichen Rushhour ist überholen unsinnig. Außerhalb dieser Zeit (gut 80-85 %) ist die Korrektur der Verbote schon hilfreich.


 
Micha vom Nutscheid  10.01.2020 13:46

Erst einmal ein frohes und gesegnetes neues Jahr voll Glück und Gesundheit für euch alle! Die B478 das ewige Politikum, es gibt wirklich keine Strasse in der Gemeinde an der sich mehr aufgerieben wird als an dieser. Ich finde das ein fliessendes Verkehr einleuchtender ist als ein Verkehr der durch unnütze Beschleunigungen sowie unnützes Bremsverhalten gestört wird, man gewinnt keine 2 min von Ruppichteroth bis Allner, es sei denn man fährt wie die berühmte gesengte Sau, das hoffen wir doch nicht, sind doch alle vernünftig hier oder? Aber von was habe ich Torfkopf schon Ahnung. Ich hoffe das diese Statistik (darin sind nur Polizeilich aufgenommene Unfälle enthalten) sich nicht in nächster Zeit nach oben bewegt und auch die schnell Fahrer heile durch's Tal kommen. Nur eins ist auch gewiss und sicher, es ist Wahlkampf und Herr Franken hätte sich besser für wichtigere Dinge eingesetzt als das die 70 km/h zurückgenommen werden. Aber schaut doch selber wie billig man Wähler Stimmen fängt, und der Umweltschutz ist auch noch fern! Es grüsst euch der Micha von Nutscheid.


 
Heinz K.  10.01.2020 12:56

Ein Hoch der Autolobby und den Freaks, die immer alles im Griff haben und für 2 Minuten Zeitgewinn bis zum nächsten LKW auf der Strecke die ach so lahmen Schnecken zwischen Ruppi und Hennef unbedingt überholen müssen, weil sie´s ja können. Als ob irgendwer erwähnenswert Zeit im Bröltal rausfahren kann, die er dann auf der Autobahn, in den Städten eh wieder rumsteht. Aber für die genialen Autotreiber sind´s die "Torfköpfe und die lahmen Enten", die entspannt das Tal geniessen und im Stau in Allner oder Donrath dann zwei Autos hinter den Fahrgenies stehen, die keine Ahnung vom fliessenden Verkehr haben. Freie Fahrt für freie Bürger (manchmal auch *innen) - wofür hat Mann/Frau den 100 und mehr PS unter der Haube. Umdenken? Entspannen? - da kommt bei mir den Wunsch nach dem Bröltalbähnchen und dem Pferdefuhrwerk, um diesem Autofetischismus irgendwie zu beenden.


 
Lothar  11.01.2020 00:44

Hallo Heinz, genau so ist es, die haben sich schon bei 70 und absolutem Überholverbot nicht dran gehalten und standen in Allner an der Ampel 2 Autos vor einem, beim Netto oder an der Aral oder Richtung Ahe, egal wo wurde Überholt mit überhöhter Geschwindigkeit aber das hat keinen Interessiert, und das wird wie Ira D. schreibt so kommen.

Anscheinend hatten die einen guten Draht zu Straßen.NRW. ganz selten Stand mal ein Blitzer hinter Burg Herrnstein an der Bushaltestelle, ich habe auf meinen Fahrten durch Bröltal in vielen Jahrzehnten noch nie eine Kontrolle erlebt. Ist ähnlich wie bei Edeka, jeder der meint das absolute Halteverbot gilt nur für andere und blockiert den ein und ausfahrenden Verkehr am Action vorbei. Aber das Interessiert das Ordnungsamt auch nicht.


 
Ira D.  09.01.2020 22:27

Toll, wenn man selber 100 fährt und so ein Idiot trotzdem noch mit min. 120 sowohl den Hintermann als auch mich überholt. Vernünftig ist das nicht. Das wird wieder mehr Unfälle durch Raserei geben. Durch das ständige Gasgeben und wieder Abbremsen wird der Verbrauch eher nach oben gehen. Macht man dieses Spielchen nicht mit und beschleunigt nur moderat, wird man von hinten genötigt.

Die konstant 70 waren besser. Leute, Fahrt mal im Ruhrgebiet bei Recklinghausen. Breite Strassen, super gerade und gut ausgebaut und dann trotzdem 50 außerhalb von Ortschaften. Und hier beschwert man sich bei schmalen, kurvigen Strassen wegen angemessenen 70. Die km/h hinter den Zahlen bitte dazu denken.


 
Thorsten  10.01.2020 06:14

Ist doch kein Problem, sie können ja weiterhin konstant 70 Fahren. Ich fahre jeden Tag die Strecke und es war ein Graus das da teilweise mit unter 60 gefahren wurde und man nicht überholen durfte, daher super das es jetzt wieder möglich ist.


 
Tom  10.01.2020 11:25

Stimmt. Es gibt immer noch solche Torfköpfe die meinen die Geschwindigkeitsbegrenzung mit 10 oder mehr km/h unterbieten zu müssen...


 
Andre Ruff  10.01.2020 09:00

Nein, es wird dadurch keine Unfälle geben. Die Statistik sagt doch etwas anderes. Diese Statistik hat auch bereits 2016 existiert und eindeutig gezeigt das die Unfallzahlen im Bröltal seit Jahren nach unten gehen. In der Statistik steht auch welche Unfälle passieren. Fast immer falsches und unaufmerksames abbiegen, praktisch nie überhöhte Geschwindigkeit. Ich befürchte die Unfälle entstehen durch unaufmerksame und vor allem unsichere Fahrer/innen die ständig den Verkehr verlangsamen und moderat vorgehen.


 
Ariane C.  10.01.2020 11:57

Ja, liebe Ira, sehe ich auch so. Bedrängt wurde und wird man im Bröltal häufig, jedoch ab jetzt ist mit Überholmanövern weit über 100 zu rechnen, befürchte ich und musste ich gestern schon erfahren. Es lebe die Auto-Lobby!


 
Ben H  10.01.2020 13:55

Völlig unangebracht die versteckte Kritik an der Autolobby von manchen hier. Die Geschwindigkeitsanpassung auf Geraden ist unter Auswertung von Unfallstatistikzahlen erteilt worden.


 
Hubertusderechte  09.01.2020 15:19

Ich sage vernünftig.


 

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