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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Warnung vor dubiosem Tierhandel im Internet

Von Christina Ottersbach | |   Magazin

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) warnt vor dubiosen Tierangeboten im Internet in. ?Aufgrund des bevorstehenden Weihnachtsfestes häufen sich in Deutschland Fälle, bei denen Interessenten im Internet durch überaus preiswerte Angebote zum Kauf lebender exotischer Tiere verführt werden sollen?, erklärte die Präsidentin des BfN, Prof. Dr. Beate Jessel. Diese Angebote richten sich nicht nur an Privatpersonen. Zoologische Gärten und Tierparks bekommen ähnliche Angebote. Papageien, junge Affen, Schildkröten und Chamäleons stehen hier ganz oben auf der Verkäuferliste. Die Angebote haben einige Gemeinsamkeiten: Die Tiere werden zu Preisen angeboten, die erheblich unter den üblichen Marktpreisen liegen. Sie sind in der Regel in sehr schlechtem Deutsch verfasst, da diese Texte mit Übersetzungsprogrammen erstellt wurden. Die Tiere sollen aus dem westafrikanischen Staat Kamerun stammen. Eventuell angegebene Telefonnummern beginnen mit der Ländervorwahl 00237 für Kamerun. Die weitere Kontaktaufnahme erfolgt per E-Mail, wobei die E-Mail Adresse oft auf ya-hoo.com endet. Gefälschte oder manipulierte Ausfuhrdokumente werden per E-Mail an den Käufer geschickt.

Zeigt der Käufer Interesse an den Tieren, wird er aufgefordert, die Transportkosten (mehrere hundert Euro) an den Anbieter zu überweisen. Der Kaufpreis soll meist erst nach dem Erhalt der Tiere gezahlt werden. Ist der Käufer noch nicht misstrauisch geworden und überweist diesen Betrag, wird er nach kurzer Zeit aufgefordert, eine weitere, größere Summe zu überweisen. Die Tiere wären losgeschickt, aber leider an einem großen Flughafen in Europa festgehalten. Auch diese Nachricht erhält er auf elektronischem Weg. Durch die Adresse des Absenders wird suggeriert, dass die Nachricht unmittelbar von der Flughafenverwaltung versendet worden sei. ?Die Käufer müssen wissen, dass die angebotenen Tiere gar nicht existieren. Einige gutgläubige Interessenten haben auf diesem Weg bereits mehr als 1000 ? verloren. Ich rate daher dringend: Hände weg von entsprechend dubiosen Internetangeboten zum Kauf artengeschützter Tiere?, so Jessel.

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