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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Wolf hat Schaf in Much gerissen

Von Nicolas Ottersbach | |   Magazin

Der Wolf ist auch in den Wäldern rund um Ruppichteroth zurück: Den ersten Nutztier-Riss eines Wolfs in Much bestätigte jetzt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Foto: Ein eurasischer Wolf in Norwegen. [Wikipedia CC BY SA 4.0]

Den Beweis lieferten demnach die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe des am 1. August gerissenen Schafs. Eine Individualisierung durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen ist in Bearbeitung.

Mehrere Nutztierrisse in letzter Zeit

Bereits am 6. Juni war ein Schaf in Hennef gerissen worden, der Nachweis, dass es ein Wolf war, konnte jedoch nicht eindeutig erbracht werden. Die bei zwei Vorfällen im Juni in Engelskirchen gerissenen vier Schafe wurden indes bestätigt. Die die Bestätigungen der Risse zweier Kälber am 23. August in Königswinter und eines Schafs am 30. August in Much steht noch aus. Den Nutztierhaltern steht eine Entschädigung zu, wenn der Riss nachweislich durch einen Wolf erfolgt ist.

Was tun, wenn man einem Wolf begegnet?

Aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte kann laut LANUV festgestellt werden, dass Angriffe von gesunden freilebenden Wölfen auf Menschen in Deutschland nicht dokumentiert sind. Wölfe sind extrem scheu. Es ist überaus selten, dass Spaziergängerinnen und Spaziergänger einen Wolf aus der Nähe zu Gesicht bekommen. Falls es doch dazu kommen sollte, werden folgende Verhaltensregeln empfohlen: Nicht versuchen, Wölfe anzufassen oder zu füttern. Nicht weglaufen, sondern stehen bleiben. Langsam zurückziehen, wenn man den Abstand vergrößern will. Man kann einen Wolf vertreiben, indem man ihn laut anspricht, in die Hände klatscht und mit den Armen winkt

Wo kommt der Wolf her?

Ausgehend von Westpolen breitet sich der Wolf seit rund 20 Jahren wieder in Deutschland aus – ohne menschliches Zutun. Fast 100 Jahre war der Wolf, abgesehen von einzelnen wandernden Wölfen, aus Deutschland verschwunden. Nach jahrhundertelanger Verfolgung galt er hierzulande als ausgerottet.

Kommentare

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Kain  17.09.2019 16:11

Früher kam die Kommune oder die Gemeinde für gerissene Nutztiere auf! Ist auch sinnvoll. So werden Wölfe oder andere Raubtiere nicht unnötig gejagt und getötet. Und keiner hat einen Schaden - BRD sollte ja genügend Steuer-Einnahmen haben! :)


 
Tina Weber  08.09.2019 12:17

Ich freu mich das er bei uns wieder zu Hause ist. Dann müssen die Nutztierhalter halt Umdenken und wieder Herdenschutzhunde abschaffen, da könnte es ja auch Zuschüsse vor geben.


 
Farmer  12.09.2019 19:48

Unwissenheit von selbsternannten Tierschützern etc. sollte man nicht einfach glauben sondern selber recherchieren wie pflichtbewusst solch ein Herdenschutzhund ist! Wo solch ein Hund ist, darf auch kein Spaziergänger evtl. mit Fiffi in der Nähe sein sonst könnte er (der angeleinte Hund) das nicht überleben weil der Herdenschutzhund ja nur pflichtbewusst ist! Ganz zu schweigen von den Kosten bzw .man kann keinen 20190907-Wheelpark für eine Weide für z.B. 10 Rinder halten dieser ist eher etwas für große Schafsherden gedacht! Sschade, das diese Art Leute gar gar kein Mitleid über die betroffenen Nutztierhalter machen die wie der Verbraucher nach Umfragen es wünscht, die Rinder auf der Weide halten. So wird der Familienbetrieb eben auch kaputt gemacht und die Folge ist, die Tiere bleiben bei zu vielen Übergriffen halt das ganze Jahr im Stall, man sollte dann schon Lösungsvorschläge haben!


 
Sonja  14.09.2019 12:37

Danke! An diese Folgen denkt keiner. Was soll der Wolf eigentlich fressen? Vögel finden keine Insekten mehr. Igel verhungern, weil keine Schnecken mehr da sind. Füchse kommen in die Dörfer und fressen alles, was sie um die Häuser finden. Denken die Leute, dass der Wolf schön im Wald bleibt? Der wird auch kommen und alles fressen, was der Mensch so ums Haus herum hält (Schafe, Ziegen, Hühner, sogar Fohlen und Ponys, Kälbchen...) und dann?


 
Micha vom Nutscheid  15.09.2019 19:37

Geehrter Herr Farmer. Da es sich beim Wolf um eher Nacht und Dämmerungsaktive Jäger handelt, ist die nächtliche Einstallung von Nutzvieh eine echte Alternative zum Schutzhund oder zum Elektrozaun. Die einschlägige Fachliteratur beschreibt den Wolf als Jäger der als einzelnes Tier nicht befähigt ist großes Wild (oder gar ein Rind) zu erlegen. Erst in Rudeln Wagen sich Wölfe an eine solche Beute, wobei wenn ein Rudel Wölfe in einen nicht genügend gesicherten Schaf oder Rinder Pferch gelangen, so richten Sie dort einen immensen Schaden an. Durch ein fehlendes Fluchtverhalten des eingepferchten Vieh verfällt ein Rudel Wölfe gern in einen Blutrausch und es werden mehr Tiere getötet, als zur Arterhaltung erlegt werden müssen. Mal salopp gesagt ist es so als wenn man bei Willms Grillfleisch für ein Grillfest mit 15 Personen kaufen soll, da holt man ja auch mehr als man zu diesem Fest Essen kann. Noch hat der Wolf in unseren schönen Bröltal keinen Schaden angerichtet, darum finde ich das wir abwarten sollten wie sich die Lage so entwickelt (allerdings würde ich das Rotkäppchen nicht mehr ohne Flinte zur Großmutter schicken) mit freundlichem Grusse, Micha von Nutscheid.


 
Zusel  08.09.2019 09:15

Endlich ist der Wolf wieder da. Und das ist nunmal die Natur und der Mensch, der sich ohnehin viel zu sehr überall einmischt, muss spätestens jetzt auch mal lernen, dass er nicht überall Macht drüber hat.

Meinen Nachbarn klaut der Fuchs ständig die Hühner. Meine Ente hat sich der Marder geschnappt (sie hat überlebt, aber trotzdem), das Schaf in Much hat der Wolf geholt... Das ist der Lauf der Natur. Und wir Menschen haben absolut kein Recht, die Tiere zu töten, nur weil sie Hunger haben und sich nehmen, was sie brauchen. Die Menschen gehen ohnehin schon schlimm genug mit den Tieren um, nur um sie zu essen. Menschen sind ekelhafte Wesen.


 
Wilfried Böje  07.09.2019 21:17

Welcher Spezialist gibt solche Empfehlungen? (nicht füttern oder anfassen)


 
Micha vom Nutscheid  07.09.2019 19:22

Herzlich Willkommen. Auf dauer werden wir uns damit abfinden müssen das der Wolf wieder zurück kommt. Natürlich verstehe ich die Bedenken von so machen Landwirt und Viehzüchter. Sicherlich richtet ein Wolf Schaden an. Aber man kann sich schützen. Leider duldet der Mensch kein anderes Raubtier neben sich. Aber wer schützt eigentlich das Wild vor freilaufenden Hunden, die selbst in streng geschützten Bereichen achtlos von ihren Menschen von der Keine gelassen werden, die auf Pferdekoppeln in Schafspferchen und unter den Waldtieren eine heillose Panik auslösen, manchmal auch Wild reißen oder zu Tode hetzen. Mehr Verständnisses und Aufklärung schafft evtl. ein friedliches Mit und Nebeneinander. Wir wollten ja auch zurück zur Natur, nun kommt Sie zu uns.


 

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