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Doch kein Aprilscherz

Mauer an der Burgstraße wird ausgebessert

Von Nicolas Ottersbach | | Wirtschaft/Politik

"Die frisch sanierte Mauer an der Burgstraße muss in Teilen wieder abgerissen werden. Denkmalschützer bemängeln den Durchgang, der geschaffen worden war, um ein künftiges Senioren-Wohnheim mit der Straße zu verbinden." Was in diesen Zeilen als harmloser Aprilscherz gedacht war, ist nun tatsächlich eingetreten: In dieser Woche haben Arbeiter damit begonnen, die frisch errichtete Mauer in der Burgstraße teilweise abzutragen und wieder aufzubauen. Dahinter stecken Mängelbeseitigungen, wie Bürgermeister Mario Loskill erklärt. Foto: Die Ziegelsteine der Mauer wurden abgeschlagen und werden ersetzt [Christian Eggert]

Demnach habe die Gemeinde nach der finalen Abnahme der Mauer, die im November vergangenen Jahres samt neuem Fundament fertiggestellt wurde, Mängel festgestellt. "Wir haben die ausführende Firma rechtzeitig darauf hingewiesen", so Loskill. Allerdings habe diese die Mängel wegen der Witterungsverhältnisse erst jetzt beseitigen können. Durch die neuerlichen Arbeiten, die in dieser Woche abgeschlossen sein sollen und sich auf die Ziegeleindeckung begrenzen, würden der Gemeinde keine weiteren Kosten entstehen.

Kosten der Mauer stehen fest

Ursprünglich war man von rund 500.000 Euro Kosten ausgegangen. Nach aktuellem Abrechnungsstand hat die Erneuerung der Mauer rund 333.000 Euro gekostet, wie Loskill erläutert. Hierfür erhalte die Gemeinde vom Land NRW Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm in Höhe von etwa 196.000 Euro. Somit liegt der Eigenanteil für Ruppichteroth bei rund 137.000 Euro. "Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Mauer im unteren Bereich, die nicht auf der Burgstraße zu sehen ist, um die Stützmauer der Burgstraße handelt. Die Standsicherheit der Mauer und der Burgstraße war nicht mehr gegeben. Dies hat ein Gutachten bestätigt", sagt Loskill.

Die damaligen Stützmaßnahmen wie zusätzliche Pfeiler seien nicht dazu geeignet gewesen, die Standsicherheit auf Dauer zu gewährleisten. Deshalb sei die Gemeinde zum Handeln und zur Erneuerung der Mauer gezwungen gewesen. Dabei stehe die Mauer unter Denkmalschutz. "Die Höhere Denkmalschutzbehörde hat dem Wunsch der Gemeinde, den Schutz aufzuheben, nicht entsprochen. Aus diesem Grunde mussten das verwendete Material und die Bauweise mit dem Denkmalschutz und dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege abgestimmt werden", so der Bürgermeister.

Kommentare

  • Harald Schiefen
    April 29, 2023 um 11:26 am

    Sorry, aber zu dem Thema muss ich mich leider auch nochmal melden: Zu dem Hinweis von BM Loskil "Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Mauer im unteren Bereich, die nicht auf der Burgstraße zu sehen ist, um die Stützmauer der Burgstraße handelt. Die Standsicherheit der Mauer und der Burgstraße war nicht mehr gegeben. Dies hat ein Gutachten bestätigt"

    Ist denn die Standsicherheit der Mauer und der Burgstrasse im östlichen Bereich direkt im Anschlus an die sanierte Mauer gegeben?

    Und: kann man auch erfahren um welche Mängel es sich handelt? Es war jedenfalls nichts Fehlerhaftes am Äusseren zu erkennen. Im Gegenteil; die Mauer hat echt toll ausgeseshen!

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