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www.broeltal.de

Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Anschaltung schrittweise

Glasfaser-Ausbau von Netcologne dauert bis Herbst 2021

Von Nicolas Ottersbach | | Wirtschaft/Politik

Der Glasfaser-Ausbau von Netcologne in Ruppichteroth verzögert sich erneut, liegt aber immer noch innerhalb vertraglicher Fristen. Auch die Telekom braucht in Winterscheid länger. Foto: Ein Verteilerkasten von Netcologne in Schönenberg. [Nicolas Ottersbach]

Immer wieder wird die Fertigstellung der schnellen Internet-Leitung in Ruppichteroth nach hinten verschoben. Erst war es August 2020, dann Herbst, dann Jahresende 2020, dann Januar, dann März 2021. Laut Bürgermeister Mario Loskill ist die Fertigstellung des Ausbaugebietes der Telekom (Vorwahl 02247) nunmehr für August 2021 geplant. Netcologne plant die Anschaltung der Ortschaften (Vorwahl 02295) mit FTTC bis Ende April 2021. Der Ausbau mit FTTB/FTTH, also den Leitungen direkt ins Haus, soll bis Ende Juli 2021 dauern. Dabei gehen die Kommunikationsunternehmen schrittweise vor: Demnach sollen nicht alle Anschlüsse auf einmal freigeschaltet werden, sondern immer diejenigen, die gerade fertig geworden sind.

Unternehmen müssen bis Herbst fertig werden

Auf broeltal.de-Anfrage teilt eine Netcologne-Sprecherin mit, dass derzeit 90 von 106 Kilometern Glasfaserleitungen und die Haupttrassen verlegt sind. „Im jetzigen Projektschritt findet weiterhin der Ausbau innerorts mit Glasfaser statt, der allerdings mit Blick auf den Baufortschritt verhältnismäßig zeitintensiver ist als die Erstellung der Haupttrassen“, erklärt sie.

Der gesamte Netzausbau im Rhein-Sieg-Kreis werde „nach aktuellem Planungsstand bis Herbst 2021 andauern und liegt innerhalb des für das Förderprojekt vorgesehenen Zeitrahmens“. Denn der reguläre Ausbauzeitraum beträgt zwei Jahre ab Vertragsunterzeichnung, die im Oktober 2019 stattfand. Zwar war der erste Spatenstich in Ruppichteroth schon im August 2018, weshalb viele von einer Fertigstellung bis August 2020 ausgegangen waren. Laut Rhein-Sieg-Kreis sei das jedoch ein vorgezogener Maßnahmenbeginn gewesen, der den geschlossenen Vetrag nicht beeinflusse. Zudem gelte die Gesamtmaßnahme als entscheidend, das Bauvorhaben wird nicht in kleinere Teilbereiche zerlegt. Folglich gibt es, auch wenn sich der Ausbau noch weiterhin verzögert, keinerlei Konsequenzen für die Unternehmen, solange sie bis Oktober fertig werden.

Gründe für die Verzögerung

Dass das Glasfasernetz noch auf sich warten lässt, begründet Netcologne mit mehreren Problemen, die nun zusammenkamen. „Zum einen gab es bei den beauftragten Bauunternehmen coronabedingt Ressourcenengpässe, die dazu geführt haben, dass in diesem Jahre mit Blick auf den Tiefbau vor Ort bislang keine nennenswerten Fortschritte verzeichnet werden konnten“, so eine Sprecherin. Darüber hinaus habe man die geplante Wiederaufnahme der Bauarbeiten durch die schwierigen Witterungsverhältnisse der vergangenen Wochen erneut verschieben müssen – es war schlichtweg zu kalt. „Derzeit befinden sich die Baukolonnen in den Startlöchern und sie werden, sobald es die Witterung im Rhein-Sieg-Kreis zulässt, die Bauarbeiten umgehend wiederaufnehmen.“

Aber auch die FTTH-Anschlüsse gestalten sich schwierig in der Pandemie. „Unabhängig davon stehen wir in den Bereichen, in denen direkte Glasfaser-Hauseinführungen hergestellt werden müssen, vor der besonderen Herausforderung, dass die notwendigen Gebäudebegehungen und die damit verbundenen Absprachen durch den Lockdown und die Corona-Schutzmaßnahmen derzeit nur erschwert durchführbar sind“, erklärt die Sprecherin.

Herausforderung Pandemie

Man versuche, so schnell wie möglich fertig zu werden, versichert sie. Bei Ausbauprojekten dieser Größenordnung könne es allerdings „durch äußere Gegebenheiten zu notwendigen Umplanungen kommen, die wir nicht immer beeinflussen können“. Auch Netcologne habe die Corona-Pandemie intern vor neue Herausforderungen gestellt, denen man mit Blick auf den weiteren Ausbau und Schutzmaßnahmen vor Ort begegnen musste, um Mitarbeiter und Bewohner innerhalb der Ausbaugebiete nicht unnötigen Risiken auszusetzen.

Insgesamt werden beim geförderten Ausbau durch Westenergie (früher Innogy) und Netcologne rund 106 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt, 70 Technikgehäuse neu errichtet und mit aktiver Technik bestückt. Die Errichtung des passiven Netzes liegt im Rahmen der Kooperation bei Westenergie, Netcologne betreibt die aktive Technik und stellt die Telekommunikationsdienste bereit. Die Gesamtinvestition für das Projekt liegt bei rund elf Millionen Euro, von denen 4,5 Millionen durch das Förderprojekt abgedeckt werden.

Kommentare

  • Karolinos 02.03.2021 um 23:01

    Ich wohne in Oberlückerath, und muss mich echt dafür vor meinem Chef schämen. er hat dafür gar kein verständnis, das ich kein Home Office machen kann. Ich bin nur froh, das ich keine Schulpflichtige Kinder habe... das ist in der heutigen Zeit echt traurig... dabei wollten doch Politiker aus Ruppichteroth gross mit Glasfaser und co. rauskommen. Tja... nur Grösse Worte... und alles auf Corona schieben ist leicht.

  • Ulrich Röcker 19.02.2021 um 14:02

    Hallo, in Winterscheid seit 3 Wochen 100er Internet statt 50. Reicht locker für 3 x Homeoffice und was sonst noch gebraucht wird.

  • Harper 18.02.2021 um 23:14

    Wer braucht im Jahr 2021 auch schon Glasfaser? Vor allem, wenn man coronabedingt mehr Zeit zuhause verbringt. Statt endlosen Zoom-Meetings einfach wieder die Kollegen mit Rauchzeichen oder vielleicht über Morsecodes erreichen. Digitalisierung? Ohne uns!

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