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Glasfaser in Ruppichteroth: Breitbandausbau von Netcologne dauert länger

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Der Glasfaserausbau von Netcologne wird später fertig, als bislang angekündigt. Nach den Herbstferien gibt es Inforveranstaltungen für die Bürger. Foto: Glasfaserkabel in Jünkersfeld [Daniel Prior]

Unzählige Straßen in der Gemeinde haben die Bauarbeiter in den vergangenen Wochen aufgerissen. Das Schema ist dabei immer dasselbe: Eine schmale Rinne ausheben, Leerrohre verlegen, alles wieder zuschütten. Teilweise in einem so schnellen Tempo, dass Anwohner ihre Autos nicht aus der Einfahrt fahren können und festsitzen. Zum Glück nur kurzfristig, denn so schnell die Arbeiter kommen, sind sie auch wieder weg.

Schönenberg war eine der ersten Ortschaften, in der die Bagger rollten. Dort mussten bis Oktober die Grundschule und das St.-Theresien-Gymnasium angebunden werden. Privathaushalte und Gewerbetreibende haben davon nichts: Sie dürfen vorerst nicht an diese Leitungen angeschlossen werden. Laut eines Telekomsprechers soll das erst in etwa zwei Jahren möglich sein. Hintergrund ist das Vergabeverfahren, durch das Millionen Euro Fördergelder des Bundes und des Landes fließen. So gibt es in Ruppichteroth unterschiedliche Lose. Während Netcologne und Innogy den Auftrag bekommen haben, die Privathaushalte zu versorgen, ist die Telekom für die öffentlichen Einrichtungen zuständig.

Fertigstellung Ende 2020

Der Ausbau von Netcologne kommt in den Ortschaften unterschiedlich schnell voran. So gab es bereits im Juli eine Infoveranstaltung für einige Haushalte in Jünkersfeld, die direkt an der Kabeltrasse liegen. Dort sei Fibre-to-the-Home (FTTH), also die schnellstmögliche Breitbandanbindung, die direkt ins Haus geht, verfügbar. "Eine Schaltung der Anschlüsse erfolgt Ende 2020", erklärt eine Netcologe-Sprecherin. Auch in anderen Orten wird FTTH möglich sein - meist überall dort, wo das Glasfaserkabel direkt vor der Haustür liegt. Die anderen Haushalte werden über FTTC, Fibre-to-the-Curb, die Glasfaserverbindung bis zum Bordstein, angeschlossen.

Laut Innogy und der Tochter Westnetz, die die Kabel für Netcologne verlegt, will man nicht wie bislang angekündigt im August kommenden Jahres, sondern erst "gegen Ende des vierten Quartals 2020" in Ruppichteroth fertig sein. "Bis dahin soll auch die schrittweise Inbetriebnahme der gebauten Anschlüsse erfolgen", so ein Sprecher von Westnetz. Wichtige Hürden habe man bereits genommen: So wurden in den vergangenen Wochen per Spühlbohrverfahren mehrere Bäche auf einer Gesamtlänge von mehr als einem Kilometer gequert. Darunter die Homburger Bröl in Millerscheid und Damm, aber auch der Waldbrölbach in Schönenberg, Velken sowie an der Eitorfer Straße in Ruppichteroth.

Naturschutz bei den Bauarbeiten

Die Arbeiten wurden zum Schutz von Vögeln und Salmoniden von Anfang August bis Mitte September erledigt. Die Brutzeiten sind dann weitgehend beendet, und die Lachse wandern und laichen erst ab Oktober. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur soll der Jabach in Lohmar ökologisch aufgewertet werden. Die Untere Naturschutzbehörde will die Maßnahme von den Verboten des Naturschutzes befreien, weil in einer FFH-Vorprüfung festgestellt wurde, dass keine Beeinträchtigungen für die Bröl zu erwarten sind, wenn die Sicherungs-, Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen bei den Arbeiten strikt eingehalten werden. Auch der Naturschutzbeirat erhob keine Bedenken.

Infoveranstaltung in der Bröltalhalle

Um die Bürger darüber zu informieren, wann welche Ortschaften ausgebaut werden, gibt es am Mittwoch, 30. Oktober, und am Dienstag, 5. November, jeweils ab 19 Uhr Inforveranstaltungen in der Bröltalhalle, bei denen Vertreter von Netcologe, Innogy sowie der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises anwesend sein werden.

Folgende Orte sollen durch Netcologne mit FTTC versorgt werden: Bröleck, Hänscheid, Schönenberg, Hambuchen, Hove, Millerscheid, Gießelbach, Obersaurenbach, Bölkum, Stranzenbach, Harth, Kammerich, Kämerscheid, Kuchem und Rose.

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