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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Breitbandausbau für schnelles Internet in Ruppichteroth beginnt

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Der Rhein-Sieg-Kreis beginnt mit dem Breitbandausbau. Bis 2020 sollen 24.000 Haushalte und 2200 Unternehmen versorgt sein. Interessierte können sich regstrieren. Foto: Symbolbild [Daniel Prior]

Ein Jahr später als geplant beginnen Innogy/Westnetz, Netcologne, Telekom und Eifelnet den Breitbandausbau im Rhein-Sieg-Kreis. Much-Heckhaus wird als erster Ort Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde haben, weil der Bund dort einen vorzeitigen Baubeginn genehmigt hat. Die Ruppichterother müssen noch warten: Die Unternehmen Innogy und Netcologne, die diesen Bereich versorgen, wollen spätestens bis zum 31. August 2020 fertig sein.

Das Los, das ihnen zugeteilt wurde, gilt für die vier Gemeinden Ruppichteroth, Windeck, Eitorf und Much. Die maximalen Downloadraten sollen bis zu 100 Mbit betragen, wie eine Sprecherin von Netcologne erklärt. Insgesamt werden 19 Ortsteile in Ruppichteroth angeschlossen, darunter Schönenberg, aber auch kleinere Orte wie Rose oder Gießelbach. (siehe Karte) Winterscheid wird bereits durch die Telekom versorgt.

Netcologne und Innogy in Ruppichteroth

Beim Ausbau arbeiten Innogy und Netcologne zusammen. innogy wird in den kommenden zwei Jahren insgesamt 106 Kilometer Leerrohre legen, in die im Anschluss per Druckluft Glasfaserkabel eingeblasen werden. 63 Kilometer des Tiefbaus für das neue Breitbandnetz können durch moderne Legeverfahren realisiert werden, ohne den Boden aufzubaggern. 43 Kilometer werden klassisch in Baugruben verlegt. Netcologne wird 70 Technikgehäuse innerhalb der Wohngebiete und 34 Glasfaser-Verzweigerschränke ans neue Breitbandnetz anschließen. Der flächendeckende Betrieb des Netzes liegt bei Netcologne.

Im Zuge des Projekts werden insgesamt 6.700 unterversorgte Haushalte und Gewerbeadressen an das schnelle Breitbandnetz angeschlossen. Das passiert hauptsächlich als FTTC-Ausbau. FTTC ist die Abkürzung für Fibre-to-the-Curb und bedeutet "Glasfaser bis zum Bordstein". Dabei endet das Glasfaserkabel in einem grauen Kasten, dem Kabelverzweiger, der am Straßenrand steht. Von diesem Anschlussverteiler aus werden die vorhandenen Kupferkabel bis zum Kunden weiter verwendet. Im Kabelverzweiger ist aufwendige Technik installiert, die die Signale von Glasfaser auf Kupferkabel und umgekehrt umsetzt. Der Nachteil: Je weiter das Haus vom Kabelverzweiger entfernt und je länger das Kupferkabel ist, desto langsamer wird die Datenübertragung. Deswegen drängen Rhein-Sieg-Kreis und auch die Ruppichterother Kommunalpolitiker darauf, den Glasfaserausbau nicht nur an den Verteilerkästen enden zu lassen, sondern bis zu den Gebäuden (FTTB) fortzusetzen - was allerdings sehr kostspielig ist.

Bei 680 Adressen erfolgt ein FTTB-Ausbau (fibre to the building, „Glasfaser bis ins Gebäude“). Dazu gehören auch alle Ruppichterother Schulen. Die Unternehmen investieren rund elf Millionen Euro in das Projekt, 4,5 Millionen Euro werden durch Fördermittel abgedeckt.

Info, sobald Highspeed-DSL verfügbar ist

Wer sich für den neuen Netcologe-Anschluss interessiert, kann sich auf der Website des Unternehmes registrieren. „Sobald das Netz an der jeweiligen Adresse fertiggestellt wurde und verfügbar ist, erhält man eine gesonderte Info von uns“, so eine Sprecherin. Probleme könnte es nur mit den Kündigungsfristen der alten Internetverträge geben. Allerdings können Kunden ihren aktuellen Vertrag auf eine monatliche Laufzeit umstellen, sodass man nach der Fertigstellung schneller auf das Netz von Netcologne wechseln kann.

Bereits im Frühjahr 2016 konnte der Rhein-Sieg-Kreis, der sich stellvertretend für seine 19 Kommunen am ersten Aufruf für das Förderprogramm beteiligt hatte, vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Förderbescheid zum Breitbandausbau in Empfang nehmen. Durch eine neue Ausschreibung, die auch Schulen beinhaltete, verzögerte sich der Ausbau.

Ziel der Förderung ist es, die bisher noch unterversorgten Standorte im Kreisgebiet, bei denen mangels Wirtschaftlichkeit ohne öffentliche Förderung keine Aussicht auf einen adäquaten Netzausbau besteht, flächendeckend mit schnellem Internet auszustatten. Mit den von der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises beantragten Fördermitteln soll die sogenannte „Wirtschaftlichkeitslücke“ abgedeckt werden. Dafür stehen 19,8 Millionen Euro von Bund und Land zur Verfügung. Zum Ausbaugebiet gehören die Kommunen Much, Eitorf, Hennef, Königswinter, Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid sowie Teile von Ruppichteroth und Windeck und unterversorgte Bereiche im westlichen Rhein-Sieg-Kreis.

Bis 2020 24.064 Haushalte am Netz

Neben 184 Schulen an Rhein und Sieg werden bis 2020 insgesamt 24.064 Haushalte und 2.173 Unternehmen mit Bandbreiten von mindestens 50 MBit/s versorgt: Aktuell erhalten 96 Prozent der Anschlüsse mindestens 16 Mbit/s im Download, 93 Prozent mindestens 30 Mbit/s und 86 Prozent sogar 50 Mbit/s. Nach dem Ausbau werden nahezu alle Anschlüsse im Rhein-Sieg-Kreis 30 Mbit/s erhalten und in den Fördergebieten sogar 98 Prozent der Anschlüsse mindestens 50 Mbit/s. Dafür werden insgesamt 145 Kabelverzweiger mit Glasfaser ausgebaut, 86 neu errichtet und 238 Kilometer Glasfaser verlegt.

Der gesamte Ausbau des Breitbandnetzes umfasst vier große Lose und 11 kleine Einzellose, die von der innogy mit NetCologne, der Telekom und der Eifelnet ausgebaut und in verschiedenen Bauabschnitten realisiert werden.

Kommentare

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Dirk Düster 29.08.2018 10:10

'Winterscheid wird bereits durch die Telekom versorgt.' Leider nicht mit den für Ende 2018 angekündigten 30 Mbit/s für alle Haushalte!


 
Andre Ruff 27.08.2018 08:35

Tja, wie immer in Thilhove. Postalisch zu Ruppichteroth, Telefon zu Neunkrichen-Seelscheid. Büchel, Hermerath und Reiferscheid erhalten einen Ausbau, Thilhove nicht. Wir haben hier mehrere Gewerbetreibende und großen Bedarf. Scheinbar fühlt sich niemand zuständig.


 
Bernd A. Rosbund 26.08.2018 16:38

Da glaub ich noch nicht dran...später...später...später...frühestens 2021 läuft dann hier das schnelle Netz. Via netCologne. Und was ist mit Telekom-Kunden?


 
Chris 24.08.2018 16:08

Gibt es vielleicht einen Link zur Registrierung, auf der Seite von Netcologne finde ich keine Möglichkeit? Besten Dank! Man darf eh gespannt sein...


 

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