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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Sanierung der Bröltalhalle wird teurer und startet Ende 2020

Von Nicolas Ottersbach | |   Wirtschaft/Politik

Die Bröltalhalle wird ab Ende des Jahres saniert. Für die Vereine bedeutet das, auf Alternativen ausweichen zu müssen. Zudem wird es teurer für die Gemeinde. Foto: Die Bröltalhalle in Ruppichteroth [Daniel Prior]

Die Vorhänge der riesigen Glasfront sind löchrig, die Heizung fällt immer wieder aus und auch von außen ist die Bröltalhalle in die Jahre gekommen. Das soll sich aber bald ändern: Die Gemeinde Ruppichteroth erhält vom Land NRW Fördergelder in Höhe von 2,67 Millionen Euro. Den Bescheid dafür hat Bürgermeister Mario Loskill jetzt von NRW-Minister Andreas Pinkwart entgegengenommen.

Sanierung für den Klimaschutz

Damit wird das 1976 eingeweihte Gebäude energetisch saniert und zu einem „Generationen-Informationszentrum Klimaschutz“ ausgebaut. Außerdem sollen regengeschützte Fahrradstellplätze mit Lademöglichkeiten für E-Bikes entstehen. Zur Förderung der Biodiversität ist eine Streuobstwiese geplant. Auf einem Lehrpfad sollen sich Besucher über Klimaschutz, Klimaanpassung und Artenreichtum informieren können.

Die Baumaßnahmen sollen im vierten Quartal 2020 beginnen. „Wir bereiten jetzt die Verträge für die Architekten vor, dann folgen die Ausschreibungen für die verschiedenen Gewerke“ sagt Loskill. Die Gemeindeverwaltung geht von etwa 18 Monaten Bauzeit aus. Spätestes bis Ende 2022 muss jedoch alles fertig sein – an diese Frist ist die Fördersumme gebunden.

Ersatz muss her

Die Planungen drehen sich aber nicht nur um die Baustelle selbst: Für die Vereine, Schulen und Veranstaltungen, die regelmäßig die Bröltalhalle nutzen, muss Ersatz gefunden werden. „Wir sind dabei, ein Konzept zu erstellen“, sagt Loskill. So werde geprüft, welche Hallen und Räume in der Gemeinde welche Kapazitäten haben. „Nicht nur aus dem öffentlichen, sondern auch aus dem privaten Bereich.“ Zudem würden die Nachbarkommunen angefragt. Es sei sogar möglich, das ein Zelt aufgestellt werde.

Um die Ausfallzeit so gering wie möglich zu halten, soll laut Loskill zunächst der Innenausbau vorangetrieben werden. Maßnahmen an der Fassade oder der Bau der E-Bike-Ladestation würden das Innenleben kaum beeinflussen. Während draußen ein Gerüst stehe, könne auch gut drinnen trainiert werden.

Höhere Kosten für die Gemeinde

Mit dem Förderbescheid steht auch fest, dass die Sanierung für die Gemeinde teuer wird, als zunächst gedacht. Man war anfangs von einer Fördersumme in Höhe von 3,3 Millionen Euro ausgegangen. Die Bezirksregierung Köln hat aber nicht alle Baumaßnahmen anerkannt und übernimmt auch nur 90 Prozent – also knapp 2,67 Millionen Euro.

Insgesamt kostet die Sanierung 4,4 Millionen Euro. Denn es werden auch Dinge erneuert, die laut Gemeinde ohnehin angestanden hätten. So ist der Kanalhausanschluss marode. Punktuell soll auch die Einrichtung aufgefrischt werden, beispielsweise Türen, Waschbecken und Toiletten. Die höheren Kosten waren aber schon in der Haushaltsplanung berücksichtigt und auf die kommenden Jahre verteilt worden.

Kommentare

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Jürgen Lang  12.02.2020 23:04

Oh Mann, und immer wieder sind da die Leute, die permanent motzen und es natürlich auch besser wissen. Als wenn das für eine Kommune immer so einfach wäre. 4,4 Millionen Euro sind viel Geld, aber weder kann man hierfür eine neue Halle bauen (wie scheinbar manche Leute ja ernsthaft meinen), noch ist das eine immense Summe, wenn man die Größe dieser Halle, ihr Alter und die vorhandene, marode Infrastruktur einmal genauer ins Auge fasst. Es geht dabei ja schließlich nicht nur um ein paar olle Gardinen, die erneuert werden müssen. Macht Euch doch erstmal schlauer, dazu kann man auch gerne im Rathaus die Details und Hintergründe nachfragen (zur Not auch direkt bei unserem Bürgermeister).

Diese Halle hätte schon längst immer wieder über die Jahre mehr Budget nötig gehabt, über die Jahre wäre die Summe aber auch zusammen gekommen, man denke mal an die ganzen Auflagen, die so eine öffentlich genutzte Halle erfüllen muss - es ist ja keine Scheune auf einem Privatgelände. Es ist ja letztlich auch ein Aushängeschild der Gemeinde und es hat hier schon viele tolle Veranstaltungen gegeben, die auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt sind.

Apropos Veranstaltungen: Das Geheule wegen Ausfall von ein paar Prestigeveranstaltungen (- für Vereins- & Schulsport verstehe ich das ja noch) kann wohl auch kein ernst gemeintes Argument gegen eine strategisch notwendige Entscheidung sein, die schon alleine deswegen Sinn macht, da mehr als die Hälfte der Kosten vom Land übernommen werden.

Und ehrlich Leute - das Thema Klimaschutz mal wieder zu kritisieren - das war schon auf dem Winterfest kein wirklicher Brüller und mittlerweile sollte auch unsere kleine Provinz endlich mal in der Neuzeit ankommen. Es ist ein wichtiges Thema, gehört im Bereich des öffentlichen Lebens mit berücksichtigt und sollte auch niemandem wehtun. Hört doch mal auf mit dem andauernden Gejammer.

Jürgen Lang (- der nicht alles schlecht findet, was in unserer Gemeinde umgesetzt wird)


 
Ira  26.01.2020 16:50

Was muss ich mir unter "Generationen-Informationszentrum Klimaschutz" eigentlich vorstellen? Hier geht es doch um eine Sporthalle. Ist der Klimaschutz nun eine neue Sportart?


 
Uwe Böhmer  25.01.2020 12:47

Danke Herr Kermelk Ihre zutreffenden Ausführungen.

Es ist und bleibt auch nach der Sanierung ein Altbau. Wenn ich mir die horrenden Kosten ansehe muss ich und andere zu dem Entschluss kommen, VIEL ZU TEUER, für eine "Sanierung"! Man sollte/hätte sich hier vielmehr die Frage stellen sollen: Wäre ein Abriss der alten Bröltalhalle und ein anschließender Neubau nicht besser/nachhaltiger für die Zukunft. Nachhaltige Planung und klimaneutrale Baumaterialien wären hier besser einsetzbar. Ich denke aber das es für all die Gedanken und Ideen wieder zu spät ist und das Projekt "Sanierung Bröltalhalle" nun durchgezogen wird koste es was es wolle. In einigen Jahren wird dann das Ganze wiederholt. So war es und so wird es immer sein. Sorry aber so etwas ist unprofessionell.


 
Werner Kermelk  23.01.2020 22:18

Als Bürger der Gemeinde Much könnte ich ja sagen: "Ist mir egal wofür in der Gemeinde Ruppichteroth das Geld zum Fenster raus geworfen wird" aber als jahrzehnte - langer Nutzer der wunderschönen Bröltalhalle im Rahmen meiner TV-Aktivitäten, würde ich gern meinen ebenso langen Sportfreund Hans-Peter Hohn und Döörper Prätscher zitieren mit "Kopp ze kleen" oder in Abwandlung der Winterfestsprüche vom Präsidenten Albert Brummenbaum das Ganze mit "Der Wahnsinn hat einen Namen" bewerten. Für löchrige Vorhänge und gelegentliche Ausfälle der Heizanlage sowie Auffrischung der Türen, Waschbecken und Toiletten 4 400 000 € auszugeben und dafür über womöglich zwei Jahre das Training von Schulen und Vereinen auf beengte Provisorien zu reduzieren, ist nicht nachzuvollziehen. Wie da noch die zwei für das Image der Gemeinde äusserst bedeutende TV-Veranstaltungen; Winterfest mit Kinderkarneval und Osterläufe Nrn. 47 und 48. vernünftig und attraktiv durchgeführt werden sollen ist für alle schwer vorstellbar. Auch ein paar überdachte Steckdosen für E-Biker und Pseudo-Nachhaltigkeitsmassnahmen können diesen hohen finanziellen Aufwand und Einschränkungen für Sportler in keiner Weise rechtfertigen. Jeder wird sich hier die Frage stellen, was man mit gut 2 Millionen aus diesem viel zu hohen Budget in der Gemeinde auch hätte machen können. Dabei habe ich noch eine Hoffnung: Hoffentlich entsteht die Streuobstwiese nicht auf dem Kunstrasen des Sportplatzes "Am Wasserberg".


 
Miriam  24.01.2020 22:00

Vielen Dank für diesen Beitrag! Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Da is dä Kopp ze kleen


 

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