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Internetmagazin für Ruppichteroth und den Rhein-Sieg-Kreis

Die unglaublichen Folter-Szenen von Ruppichteroth

|   Blaulicht

Das Haus ist unscheinbar, gepflegt, steht mitten in einem Ruppichterother Ortsteil. Über Monate hinweg soll hier eine damals 23-Jährige eingesperrt, verprügelt und vergewaltigt worden sein. Ohne dass es jemand bemerkte. Doch die 23-Jährige konnte fliehen. Foto: Die Gerichtsverhandlung soll vor dem Bonner Landgericht stattfinden.

Angeklagt ist ein Ruppichterother Pärchen. Sie sind ehrenamtlich engagiert. Helfen Menschen, wenn sie in Not sind. So soll es zunächst auch bei dem Opfer gewesen sein: Das Paar soll die junge Frau, die in einer sozial schwierigen Situation lebte, bei sich aufgenommen haben.

Insgesamt werden den Eheleuten neun Fälle von Körperverletzungsdelikten in Tateinheit mit Freiheitsberaubung und Vergewaltigung zur Last gelegt. Das alles soll zwischen August 2013 und Februar 2014 passiert sein. Der 48-jährige Mann soll laut Bonner Staatsanwaltschaft der Haupttäter sein. Die Schläge mit einem nicht genauer bezeichneten Gegenstand werden ihm angelastet, von den vier Vergewaltigungen soll das Paar eine gemeinsam begangen haben. Eine weitere wird der Ehefrau alleine vorgeworfen.

Die mutmaßlichen Täter sollen ihr Opfer so lange gefangen gehalten haben, bis Hämatome und Wunden nicht mehr sichtbar und verheilt waren.

Die Anwältin des Opfers, Dagmar Schorn, beschreibt das vorgehen gegenüber dem WDR als "besonders perfide": Die junge Frau soll regelrecht gezüchtigt worden sein, die Wunden habe sie im Spiegel anschauen müssen. Davon soll der 48-Jährige dann Fotos gemacht haben, die offenbar bei einer Hausdurchsuchung wegen eines anderen Vorfalls von der Polizei sichergestellt wurden.

Laut Schorn wollte der Hauptverdächtige die junge Frau "erziehen, ihren Willen brechen". Mit den Schlägen habe er sie bestrafen wollen. Jetzt, wo die Anklage erhoben ist, traue sich ihre Mandantin nicht mehr auf die Straße. Denn das Paar ist auf freiem Fuß, weil keine Fluchtgefahr bestehe. Wann die Verhandlung vor dem Bonner Landgericht beginnt, ist noch unklar.

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